Die elektrischen Geräte fressen Gigawatts
2009. 06. 17.
Wir müssen mehrere hundert Gigawatt mehr Strom erzeugen, wenn die Effizienz im Einsatz elektrischer Geräte nicht verbessert wird, nachdem die Zahl dieser Geräte in den folgenden Jahren explosionsartig zunehmen wird, schreibt die Internationale Energieagentur (IEA) in einer Pressemitteilung.

Die in Paris ansässige IEA veröffentlichte ihren Bericht „Elektrische Geräte und Gigawatts“, in dem nachzulesen ist, dass die elektrischen Geräte schon heute für 15 Prozent des heimischen Stromverbrauchs verantwortlich sind, wobei ihre Zahl in rasantem Tempo zunimmt.
 
Weltweit nutzen immer mehr Menschen elektrische Geräte, so befinden sich derzeit auf der Erde 2 Milliarden Fernseher und mehr als 3 Milliarden Mobiltelefone in Nutzung. Die Schätzung der IEA gibt uns noch sieben Monate, bis die Zahl der aktiven Computer die Milliardengrenze überschreitet.
 
All das hat zur Folge, dass die Menge des durch die elektrischen Geräte verbrauchten Stroms in den folgenden Jahrzehnten enorm zunehmen wird. Die IEA rechnet damit, dass sich der Energieverbrauch von Informatik und Heimelektrik bis 2020 verdoppeln und bis 2030 verdreifachen wird – dann werden die elektrischen Geräte bereits 1.700 Terawattstunden verbrauchen. Das wird die Privathaushalte der Welt 200 Milliarden Dollar kosten, wofür die Kraftwerke ungefähr 280 Gigawatt mehr Strom erzeugen müssen.
 
Für die Nutzer mobiler Technik ist deren Lebensdauer außerordentlich relevant, weshalb bereits Technologien zur Reduzierung des Stromverbrauchs existieren und laufend weiterentwickelt werden. Aus diesem Grunde sind die mobilen Geräte weitaus effizienter, als die von der heimischen Steckdose aus betriebenen Geräte. IEA-Präsident Nobuo Tanaka meint, die Regierungen müssten auf jenen Gebieten intervenieren, wo der Wettbewerb des Marktes die Energieeffizienz nicht erzwingen kann.
 
Obgleich sich mit besseren Komponenten gewisse Einspareffekte erzielen lassen, können wir doch weitaus mehr Energie durch einen abgestimmten Einsatz von Hardware und Software sparen. Denn in den elektrischen Geräten finden sich immer mehr Funktionen, wobei jede Funktion einen anderen Energiebedarf hat (so verbraucht ein Spiel beispielsweise mehr als eine Textverarbeitungssoftware). Die IEA empfiehlt strenge Vorgaben zur Regulierung, welche Funktion wie viel Strom verbrauchen darf.
Quelle:index.hu


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