Die zehn Weltwunder der Natur verschwinden
2009. 06. 18.
Die meisten Orte bringen Einwände gegen ein größeres Umweltbewusstsein vor. Die Behörden führen mit Vorliebe die Klagen an, eine Umstellung würde die ohnehin krisengeschüttelte Wirtschaft noch schwerer belasten, dass zu große Veränderungen unmöglich sind oder dass die Umweltschützer zu viel in zu kurzer Zeit wollen.

Viele Grünenverbände sind hingegen der Meinung, zur Weltwirtschaftskrise habe auch die umweltzerstörende Tätigkeit in erheblichem Maße beigetragen, weshalb der Ausweg in einem neuen Umweltbewusstsein zu suchen sei. Behörden und nicht zuletzt die Öllobby glauben wiederum, jede Umstellung würde zu viele Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Nachstehend sei das Beispiel einiger Orte genannt, die diese Behauptungen ad absurdum führen.

Gussing, Österreich

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Wir brauchen gar nicht weit zu gehen, wenn wir positive Beispiele erleben wollen. Die Stadt Gussing an der ungarischen Grenze hatte lange Zeit mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Als die Stadt 1992 ihre aus der Ölverbrennung stammende Elektroenergie nicht länger bezahlen konnte, untersagte sie den Gebrauch von Öl. Die Lösung zeigte sich in einem Kraftwerk auf Holzbasis, mit dem zunächst der Strom- und später auch der Heizbedarf der Stadt sichergestellt werden konnte. Gussing nutzt ebenso mutig Solarenergie und Biokraftstoffe und konnte auf diese Weise die Kohlendioxidemissionen vom Stand des Jahres 1995 um 93 Prozent senken.

Chew Magna, England

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Das südwestenglische Chew Magna startete eine Gemeinschaftsbewegung unter dem Titel „Go Zero“, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Die 1.100 Einwohner wurden in vier Gruppen unterteilt, denen die Verantwortung für Recycling, Mensch und Konsum, Verkehr und Energie sowie die Annäherung an die Welt zugeordnet wurde. „Go zero“ umfasst von der Rekonstruktion der alten Wassermühle bis zu in Heimarbeit erzeugten Biokraftstoffen einfach alles. Die Bewohner des Ortes nahmen Verhandlungen mit Busgesellschaften auf, damit mehr Anbindungen aus dem Ort hergestellt werden konnten. Es wurde eine örtliche Speiseordnung zusammengestellt. Die Initiative ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich mit dem Zusammenschluss von Gemeinschaften viel für unseren Planeten tun lässt.

Freiburg, Deutschland

Ökohäuser, autofreie Straßen und sozial sensible Nachbarn machten Freiburg zu einer der besonders grünen Städte Deutschlands. Ein Teil der Häuser wurde gewissermaßen als Passivhaus gebaut, für die keine aktive Energie eingesetzt werden muss, um eine angenehme Innenraumtemperatur zusichern zu können. In die außerordentlich gut isolierten Häuser gelangt die Frischluft über die Decken durch Rohre, die von Seiten sämtlicher natürlich im Haus gegebenen Wärmequellen (Mensch, Tiere, Kochen) erwärmt werden. Infolgedessen lässt sich eine derartige Wohnung schon mit 30 Kerzen heizen. Die Stadt kann zudem zahllose Radwege und ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz vorweisen. Viele Bewohner nehmen an Stelle eines eigenen Autos lieber einen Mietwagenservice für längere Strecken in Anspruch.
 

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Die Umwelterziehung kann nicht früh genug beginnen, weshalb die Kleinkinder in örtlichen Waldorf-Kindergärten eine außergewöhnliche Erziehung erhalten. So ist ihnen das Nutzen von Spielzeug untersagt; die Kinder spielen allein damit, was ihnen der Wald bietet.

Bahía de Caraquez, Ecuador

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Das relativ unbekannte Bahía de Caraquez hat doch hart daran gearbeitet, als Ökostadt anerkannt zu werden. Die Stadt wurde durch die schweren Erdrutsche des Jahres 1998 beinahe vollständig verwüstet. Die Anwohner bauten sie dann aber als Paradies des Ökotourismus wieder auf. Es handelt sich um den ersten Ort in der Welt, wo die umliegenden Felder mit organischen Krebsresten gedüngt werden. Die Bevölkerung des Ortes übernahm die gesellschaftliche Verantwortung für die umliegenden Regenwälder, an der Grundschule wurde ein umweltbewusster Unterricht eingeführt und der interaktive Ökotourismus gehört zu den attraktivsten dieser Art weltweit, wenn die Besucher auf der organischen Farm „Rio Muchacho“ für Essen und Unterkunft im Tausch arbeiten können.

Dongtan, China

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Diese Stadt wurde zwar noch nicht erbaut, doch wenn sie einst fertig ist, dürfen wir China sämtliche Kohlendioxidemissionen verzeihen. Sie ist als atmende Stadt geplant, wo alle Dächer bepflanzt werden und die Energie aus Wind, Sonne und Biokraftstoffen gewonnen wird. Der Müll wird neu verwertet und selbst Fäkalien werden zu Energie umgewandelt, um die Anhäufung stinkender Müllhalden zu vermeiden. Wie jede umweltfreundliche Stadt rückt auch Dongtan den Massenverkehr in den Vordergrund.

Maldiven

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Umweltfreundlich können nicht nur einzelne Städte, sondern ganze Länder werden. Das Non plus Ultra der kohlendioxidfreien Orte sind die Maldiven, nachdem bekannt wurde, dass dort in den kommenden zehn Jahren 150 neue Windkraftwerke, mehrere 100.000 Quadratmeter Sonnenkollektorflächen und ein Kraftwerk zur Verheizung von Kokosnüssen errichtet werden, um auf diese Weise gegen die globale Erwärmung zu protestieren.
Quelle: origo.hu/utazas


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