Gefährliche Chemikalien in unserem Umfeld
2009. 06. 17.
93 Prozent der Bevölkerung Europas glauben, dass sich die zigtausenden im Handel erhältlichen Chemikalien auf unsere Gesundheit auswirken. Im Organismus eines Menschen lassen sich problemlos bis zu 300 synthetische Chemikalien nachweisen, unter denen sich auch solche befinden, die schwere, irreparable Krankheiten verursachen.

Am schädlichsten wirken sich chemische Stoffe auf Babys, Kinder und jeden in der Entwicklung befindlichen Organismus aus. Die „Arbeitsgruppe Luft“ beginnt eine Aufklärungskampagne zur Formung des Bewusstseins von Menschen und Entscheidungsträgern. Ziel der mit öffentlichen Mitteln geförderten „Welt der Chemie – Kampagne für eine nachhaltige Verwendung von Chemikalien“ ist es, die Bevölkerung mit weniger und vor allem weniger gefährlichen Chemikalien zu konfrontieren, die überflüssige Verwendung von Chemikalien zu vermeiden und verschmutzte Produkte aus dem Handel zu verbannen.
 
Während der Zeit des im Rahmen des Entwicklungsplans „Neues Ungarn“ und in Co-Finanzierung der Europäischen Union sowie des Europäischen Regionalen Entwicklungsfonds mit Fördermitteln von 20.889.931,- Ft realisierten Projekts wird eine populärwissenschaftliche Publikation zur Formung des Bewusstseins von Bevölkerung, Entscheidungsträgern und Zivilverbänden veröffentlicht, werden Veranstaltungen organisiert, die chemische Belastung von Lebensmitteln gemessen und die jeweiligen Ergebnisse gegenüber der Bevölkerung, den Entscheidungsträgern, den Herstellern und den Händlern kommuniziert.
 
Das Ziel lautet, im Kreis der Kinder und Erwachsenen die mit Chemikalien einhergehenden Risiken zu verringern. Dazu wären eine strengere Regulierung, stimulierende Maßnahmen sowie weiterhin Aufklärungsarbeit vonnöten, damit bewusster konsumiert wird.
 
Immer mehr wissenschaftliche Ergebnisse belegen, dass zahlreiche „industrielle“ Chemikalien gesundheitsschädigende Nebenwirkungen haben, indem sie Krebserkrankungen, Allergien, Lernschwierigkeiten und die Schädigung der Fortpflanzungsorgane verursachen. Laut Europäischem Gewerkschaftsverband sind die Chemikalien für ein Drittel der Arbeitserkrankungen verantwortlich.
 
Gefährliche Gemische finden sich in außerordentlich vielen alltäglichen Produkten: in Kosmetikerzeugnissen, Reinigungsmitteln, Duftmitteln, Möbeln, technischen Geräten, Teppichen, Matratzen, Kabeln, Textilien, Lampen, Kochtöpfen und sonstigen Küchengeräten, Essenbehältern, Kleidungsstücken, Büromitteln und Spielen. Bei der Mehrheit der Produkte wird gar nicht angegeben, welche Schadstoffe diese enthalten.
 
Nach einem Verbot Kanadas im Vorjahr wurden in diesem Jahr auch in den USA Baby-Nuckelflaschen mit Bisphenol-A-Gehalt (BpA) aus dem Handel genommen, weil diese gesundheits- und erbgutschädigend sein könnten. Forschungen der Universität von Cincinnati haben ergeben, dass BpA durch heiße Flüssigkeiten 55-fach schneller aus der Kunststoffflasche an die Flüssigkeit abgegeben wird, welche Menge bereits schädlich für die Entwicklung der Babys sein könnte. Im Blut von Babys wurde eine im Vergleich zu Erwachsenen 10-mal höhere durchschnittliche BpA-Konzentration gemessen. In den vergangenen Jahren belegten mehr als 130 Untersuchungen, dass BpA abgesehen von Einwirkungen auf die Hormone das Krebsrisiko erhöhe und sogar zur Fettleibigkeit beitragen kann. Nach einem US-Verbot zogen die meisten Unternehmen in Westeuropa die BpA-Babyflaschen aus dem Handel zurück. In Ungarn besteht hingegen bis heute der Grundstoff der meisten Babyflaschen aus Polykarbonat, in dem sich das BpA befindet. Die Arbeitsgruppe Luft fordert alle ungarischen Abgeordneten im Europaparlament bzw. die Regierung auf, dafür einzutreten, dass die EU die Verbreitung von BpA-Babyflaschen einschränkt.
 
Anlage: Bisphenol A
Aktuelle Studien zu Bisphenol A
Laut einer im Mai 2009 publizierten Studie der Harvard-Universität nahm die Harnbelastung von Kindern mit dieser Chemikalie um 2/3 zu, nachdem sie gerade mal eine Woche lang kalte Getränke aus einer mit BpA belasteten Nuckelflasche tranken.
(http://www.ehponline.org/docs/2009/0900604/abstract.html)
Amerikanische Untersuchungen wiesen im Frühjahr 2009 im Blut von Babys 10-mal höhere BpA-Konzentrationen als im Durchschnitt von Erwachsenen nach.
(http://www.ehponline.org/docs/2008/0800265/abstract.html)
Forschungen der Universität von Cincinnati haben ergeben, dass BpA durch heiße Flüssigkeiten 55-fach schneller aus der Kunststoffflasche an die Flüssigkeit abgegeben wird, welche Menge bereits schädlich für die Entwicklung der Babys sein könnte.
(http://www.FoodProductionDaily.com/news/ng.asp?n=82930&m=1FPD131&c=vdpfsxdhpygomrz)
In den vergangenen Jahren belegten mehr als 130 Untersuchungen, dass BpA abgesehen von Einwirkungen auf die Hormone das Krebsrisiko erhöht, zur Fettleibigkeit beitragen kann, eine Insulinresistenz verursacht und selbst zu Frühgeburten führen kann. Bei Versuchen im Embryonalstadium entwickelte sich das Gehirn der mit BpA belasteten Tiere nicht normal.
(http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/03/05/AR2009030503285.html?hpid=sec-health):
Polykarbonat
Mittels Reaktion von Bisphenol A und Phosgen wird der Kunststoff Polykarbonat erzeugt.
Eine amerikanische Liste über (BpA-belastete) Polykarbonat-Babyfläschchen:
http://www.polliwogged.com/detail/full-list-of-bpa-containing-bottles-that-should-be-disappearing-soon/
Eine französische Liste über BpA-freie Babyfläschchen:
ADIRI,BORN-FREE, DODIE Initiation et Evolution, EVENFLO, GREEN TO GROW, MAM Care, MEDELA, Philips AVENT Polypropylen, THINKBABY.
Amerikanische Listen über sichere Babyprodukte:
http://www.zrecsguide.com/products/category/bottles/
http://www.squidoo.com/nontoxicbabybottles

Quelle: www.levego.hu

 


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